Historische Automaten verzaubern im Stadtmuseum Schleswig
Sonderausstellung „Münz-Zauber – Schätze aus dem Deutschen Automatenmuseum“ wird am 10. Juni 2004 eröffnet
Eintauchen in die zauberhafte Welt der Münzautomaten und den Hauch der Geschichte spüren, der von faszinierenden Automaten ausgeht? Im Jubiläumsjahr der Stadt Schleswig, die ihren 1.200sten Geburtstag feiert, ist dies möglich. Und es bleibt nicht allein bei diesem einen Jubiläum: 1883, vor rund 120 Jahren, feierte die deutsche Automatenindustrie ihre Geburtsstunde, als in Berlin der „selbsttätige Verkaufsapparat für Cigarren“ patentiert wurde. Diese beiden Geburtstage sind für das Stadtmuseum Schleswig und die Sammlung Gauselmann – Deutsches Automatenmuseum (DAM), Espelkamp, Anlass, im Jubiläumsjahr die Ausstellung „Münz-Zauber – Schätze aus dem Deutschen Automatenmuseum“ zu präsentieren.
Vom 11. Juni bis zum 14. November 2004 wird daher „Münz-Zauber“ durch die Räume des Stadtmuseums wehen, wenn insgesamt 60 deutsche und internationale historische Münzgeräte in der Sonderausstellung gezeigt werden. Die Besucher werden mit auf eine Reise durch die faszinierende und revolutionäre Welt der Automatenentwicklung genommen, die sich als Erfolgsgeschichte von Waren-, Geschicklichkeits- und Unterhaltungsautomaten präsentiert. „Wir freuen uns sehr, mit dieser Ausstellung der Stadt Schleswig zum Geburtstag zu gratulieren und einen abwechslungsreichen und nicht alltäglichen Beitrag im Jubiläumsjahr zu leisten“, so Armin Gauselmann, Vorstandsmitglied der Gauselmann AG und im Namen der Unternehmerfamilie für die Sammlung zuständig.
„Stumme Diener“ - Warenautomaten
Was einst mit dem blauen Dunst und dem „selbsttätigen Verkaufsapparat für Cigarren“ in Berlin 1883 begann, das wurde einige Jahre später mit dem Schokoladenautomaten von Stollwerck fortgesetzt. Als eines der ältesten Exponate der Sammlung wird dieser „legendäre“ Schokoladenautomat gezeigt und damit beginnt die Reise durch 120 Jahre Automatengeschichte. Er wurde 1888 von den in Köln ansässigen Gebrüdern Stollwerck hergestellt: Zwar war er ursprünglich gedacht, als „stummer Verkäufer“ süße Proben zu Werbezwecken abzugeben, doch schnell starteten die phantasie- und liebevoll gestalteten mechanischen Kunstwerke ihren Siegeszug. Als „aktiver“ Verkaufsautomat eroberte er die Herzen der kleinen und großen Kunden und die angebotene Produktpalette der „stummen Verkäufer“ erweiterte sich rasant: Von Parfum über Bücher bis hin zu Postkarten.
Das kleine Glück – Slots
„Das kleine Glück“ hatte viele Gesichter – mal begegnete es dem Spielgast als Fruchtsymbol oder als Zahlenkombination auf den Walzen und zauberte den Gewinn herbei. „Einarmige Banditen“ aus der guten alten Zeit lassen im zweiten Ausstellungsschwerpunkt die Besucher vom kleinen und großen Glück träumen. So fantasievoll wie die Namen, z.B. „Naked Lady“, so zauberhaft ist auch das reich verzierte Design der historischen Slotmachines.
Spiel, Sport und Spannung – Unterhaltungsautomaten
Spiel, Sport und Spannung – das garantierten die historischen Unterhaltungsautomaten, die in einem dritten Bereich gezeigt werden. Im Vordergrund standen bei diesen Unterhaltungsautomaten die Abwechslung und die Sensation des jeweiligen Spielsystems. Überaus beliebt waren Geräte, die auf unterschiedlichste Art zum simulierten Wettkampf aufforderten, wie zum Boxen, Fußball oder zum Kräfte messen. Oder darf es doch ein wenig mehr Zauberei sein? Mit dem Magic, dem Zauberautomaten aus Großbritannien aus dem Jahre 1950, konnte im Nu eine Münze verschwinden und durch Drehen an einer Kurbel wieder sichtbar werden.
Zeitsprung in die Gegenwart – modernes Freizeit-Entertainment
Zu einem Zeitsprung aus der Vergangenheit in die Gegenwart lädt das DAM am Ende des Ausfluges in die wunderbare Welt der Automaten ein. Innovative Touchscreengeräte für kleine und große Besucher, Flipper und Kicker sind Zeitzeugen der modernen Freizeit-Entertainment-Gegenwart. Hier kann gespielt werden und die Innovationskraft aus dem Hause Gauselmann, Deutschlands Marktführer in der Unterhaltungsautomatenwirtschaft, „hautnah“ erlebt werden.
Die Sonderausstellung „Münz-Zauber – Schätze aus dem Deutschen Automatenmuseum“ eröffnet am Donnerstag, den 10. Juni um 20 Uhr, im Stadtmuseum Schleswig, Friedrichstraße 9-11, der Schleswiger Bürgermeister Thorsten Dahl zusammen mit Dr. Holger Rüdel, Direktor des Stadtmuseums, Robert Hess, Leiter Zentralbereich Kommunikation der Gauselmann AG, und der Leiterin des DAM, Monika Kokoska. Das Stadtmuseum Schleswig ist mit seinen 125 Jahren das älteste Museum in Schleswig-Holstein. Über die Stadtgrenzen hinaus hat sich das Museum vor allem aufgrund seiner kommunalen Ausstellungen zur Geschichte der schleswig-holsteinischen Städte einen herausragenden Ruf gemacht und begeistert regelmäßig mit vielfältigen Sonderausstellungen in den Bereichen Fotographie, Kunsthandwerk und Kulturgeschichte.
Alle Interessierten können sich bis zum 14. November 2004 von den historischen und modernen Automaten dienstags bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr verzaubern lassen. Weitere Informationen über die aktuelle Ausstellung sind im Internet unter www.stadtmuseum-schleswig.de und www.deutsches-automatenmuseum.de oder bei der Museumsleiterin Monika Kokoska unter der Telefonnummer 05772 – 49486 erhältlich.
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