50 Jahre Zahlenlotto in Baden-Württemberg

„Volles Risiko! Glücksspiel von der Antike bis heute!“

Das Badische Landesmuseum präsentiert wertvolle historische Exponate zur Kulturgeschichte des Glücksspiels


Auf die Suche nach den Wurzeln des Glücksspiels macht sich das Badische Landesmuseum in Karlsruhe. Vom 12. April bis zum 17. August präsentiert das Badisches Landesmuseum in den neuen Sonderausstellungsräumen die Präsentation „Volles Risiko! Glücksspiel von der Antike bis heute!“ anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Zahlenlottos in Baden-Württemberg. Da das Spiel mit dem Glück auf eine lange Geschichte zurückreicht und sich die Sammlung Gauselmann mit der Dokumentation, Restaurierung und Geschichte der deutschen und internationalen Münzautomaten beschäftigt, trägt das private Firmenmuseum aus Espelkamp auch seinen Teil zu dieser einzigartigen Spurensuche bei.

400 Exponate laden zum Spiel

Insgesamt werden während der Ausstellung 400 Exponate in spannenden Inszenierungen gezeigt, wobei damit auf über 1000 Quadratmetern ein historischer Abriss von der vorchristlichen Zeit bis in die Gegenwart beliebten Vergnügens vorgestellt wird. Schließlich zieht schon seit Jahrtausenden die Sehnsucht nach Glück die Menschen in ihren Bann. Schon damals forderten Menschen aller Gesellschaftsschichten und Kulturen ihr Glück heraus. Diese besondere Ausprägung der menschlichen Spielkultur soll unter verschiedenen sozialen, kulturellen und politischen Aspekten beleuchtet werden. Schlaglichtartig werden ausgewählte Spielbereiche präsentiert und erläutert. Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Lotto und Lotterie, Spielcasino (Roulette), Sportwetten, insbesondere Pferderennen und dem Automatenspiel.

Seltene Exponate der Sammlung Gauselmann in Karlsruhe

Das Rad der mehr als 120-jährigen Automatengeschichte dreht die Sammlung Gauselmann zurück und präsentiert im Badischen Landesmuseum elf historische Exponate, darunter das heute seltene Geldspielgerät „Lucky Dice“. Dieses Walzengerät aus dem Jahre 1927 verfügte bereits schon über drei Walzen und wurde von Jentzsch & Meerz in Leipzig gebaut. Die Würfelszene wird durch den sich bewegenden Würfelbecher und den bei Gewinn zuprostenden Wirt realitätsnah dargestellt.

Mit der amerikanischen Slot „Rol A Top“ aus dem Jahre 1936 zeigt die Sammlung Gauselmann ein Exponat, das zu seiner Zeit durchschlagenden Erfolg hatte. „Rol A Top“ vereint den technischen Standard der Zeit mit einem ungewöhnlichen Design. Der Name spielt auf den Münzaufzug an, in dem bis zu neun gesetzte Münzen in einer kreisförmigen Anzeigevorrichtung zu sehen sind. Die Führung für die eingeworfene Münze ist hinter einem goldenen Füllhorn verborgen, das sich um den Münzaufzug windet und eine Fülle an Münzen auf das Deck des Gerätes ausschüttet.

Ein weiteres Highlight bietet das Firmenmuseum mit „Chicago Club House“. Dieses Exponat aus dem Jahre 1932, gebaut von der Daval Manufacturing Co., ist ein Walzengerät mit fünf Walzen und zählte mit zu den ersten Geräten, die – aufgrund der politischen Situation – mit einer Verkaufseinrichtung ausgestattet wurden. So erhielt der Spieler beim „Chicago Club House“ nach Einwurf einer Münze in jedem Fall ein Kaugummi.

Auf „Volles Risiko“

Auf „Volles Risiko“ können die Besucher in der Ausstellung gehen. Neben zahlreichen Spielstationen haben alle Interessierten die Möglichkeit, bei antiken Würfelspielen oder am Lostopf selbst ihr Glück zu versuchen. Abgerundet wird die Sonderausstellung durch ein begleitendes Programm mit Themen-, Croupier- und Schauspielführungen, einer „Nacht des Glücks“ am 31. Mai sowie Gesprächsforen zu Aspekten des Glücksspiels.

Die Ausstellung „Volles Risiko! Glücksspiel von der Antike bis heute!“ findet vom 12. April bis 17. August 2008 im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe (Schloss) statt. Die Präsentation ist dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr sowie freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur Sonderausstellung in Karlsruhe und zum Badischen Landesmuseum sind im Internet unter www.landesmuseum.de abrufbar. Fragen zur Ausstellung und zur Sammlung Gauselmann beantwortet Monika Kokoska, Leiterin des Museums, unter 05772/49 486 oder sind im WWW unter www.sammlung-gauselmann.de nachzulesen.



"Rol A Top" aus dem Jahre 1936



"Chicago Club House" aus dem Jahre 1932



"Lucky Dice" aus dem Jahre 1927

Espelkamp, 03/17/2010

Mario Hoffmeister M.A. - Leiter Zentralbereich Kommunikation
05772/ 49-281; Fax: -297 MHoffmeister@gauselmann.de


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