Museum Gauselmann unterstützt kulturhistorisches Ausstellungs-Event in Kassel:
game_over – Spiele, Tod und Jenseits:


Kassel ist in diesen Wochen auch in kultureller Hinsicht ein besonderer Ort. Dafür steht zum einen die 11. documenta, die zwischen dem 08.06.2002 und 15.09.2002 Kulturinteressierte aus vielen Ländern in ihren Bann ziehen wird. Neben der documenta wird aber sicherlich das europaweit einzigartige Museum für Sepulkralkultur mit einer großen kulturhistorischen Ausstellungspräsentation zu den vielfältigen Bezügen zwischen Spiel und Tod in der menschlichen Geschichte nicht nur publizistische Aufmerksamkeit erregen, sondern viele Menschen begeistern.

Das Museum für Sepulkralkultur widmet sich den Themen Sterben, Tod und Gedenken. So geben gerade Relikte aus dem Bereich des Sepulkralen wesentlichen Aufschluss über eine Kultur. Dazu gehört auch das oben genannte Ausstellungsprojekt. Neben dem Museum Gauselmann wird das Ausstellungsprojekt vom Computermuseum Berlin, dem Deutschen Spielemuseum Chemnitz und der Kulturstiftung der Länder gefördert.

Zwischen dem 18.05.2002 und dem 29.09.2002 laden die nordhessischen Museumsmacher zu einer Zeitreise in eine für viele tabuisierte Welt ein.

Das Spiel ist so alt wie die Menschheit und älter als Schreiben und Lesen. In Höhlenzeichnungen, Mythen, Märchen und Fabeln finden sich Hinweise auf spielende Menschen. Spielen gehört heute ganz selbstverständlich zur modernen Konsum- und Freizeitgesellschaft.

Die vielen Verknüpfungen zwischen Spielen und Tod, die ursprünglich im kultisch-religiösen Bereich zu finden sind, wurden im Laufe der Zeit durch zahlreiche Veränderungen und Trivialisierungen überlagert. Der Mensch spielte früher, um die Götter gnädig zu stimmen, um im Spiel die Weltordnung und den Lauf der Gestirne abzubilden oder den eigenen Existenzkampf einzuüben. Bei Leichenbegräbnissen und Totenwachen wurde gespielt, um den Toten zu besänftigen und die eigene Furcht zu besiegen.

Im Umfeld der Ausstellung laden zahlreiche Sonderveranstaltungen in das Museum für Sepulkralkultur ein. So wird z. B. am 06.07.2002 Laterna Magica zu sehen sein und am 06.09.2002 wird Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin zu Gast in Kassel sein.

Espelkamp, 03/17/2010

Mario Hoffmeister M.A. - Leiter Zentralbereich Kommunikation
05772/ 49-281; Fax: -297 MHoffmeister@gauselmann.de


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