Sammlung Gauselmann – Deutsches Automatenmuseum zu Gast auf Darmstadts Mathildenhöhe bei der Ausstellung „Plexiglas – Werkstoff in Architektur und Design“

Was hat Polymethylmethacrylat mit Musikautomaten zu tun? Wenig, wird manch einer im ersten Moment denken – doch wenn man sich bewusst wird, dass es sich bei Polymethylmethacrylat um Plexiglas handelt, dann versteht jeder, warum sich die Sammlung Gauselmann – Deutsches Automatenmuseum (DAM) an der Ausstellung über diesen glasähnlichen Kunststoff auf Darmstadts Mathildenhöhe beteiligt. Schließlich wurde dieses Material in den 1930er Jahren auch für Musikautomaten verwendet, wie bei der Jukebox Wurlitzer 1100, die das DAM in Darmstadt zeigt.

„Plexiglas – Werkstoff in Architektur und Design“ lautet das Thema der Präsentation, die bis zum 06. Januar 2008 im Museum Künstlerkolonie in Darmstadt zu sehen ist. Polymethylmethacrylat zählt zu den großen Kunststoffentwicklungen des 20. Jahrhunderts und wurde 1933 von der Darmstädter Röhm & Haas AG zur Patentreife gebracht. Transparenz, Splittersicherheit und die leichte Verformbarkeit machten Plexiglas auch als Werkstoff in Architektur und Design attraktiv und deshalb widmet sich das Museum Künstlerkolonie Darmstadt aus Anlass des 100. Jubiläums der 1907 gegründeten Firma Röhm dem Material Plexiglas. Anhand von ausgewählten Beispielen zeigt die Ausstellung die vielfältige Verwendung von Plexiglas und Architektur, Design und Alltagskultur von den Anfängen bis hin zur Gegenwart.

Und auch in der Unterhaltungsautomatenindustrie nutzten die Hersteller die Vorteile von Plexiglas. Ab Mitte der 30er Jahre lösten sich beispielsweise die Designer von Musikboxen mit Holzgehäusen und gestalteten ihre Produkte lebhafter und aufwendiger. Zu den gestalterischen Grundregeln gehörte, dass eine Jukebox schon durch ihr Erscheinungsbild zur Benutzung animieren sollte, wozu eine möglichst eindringliche optische Präsenz mit der Ausstrahlung von Verfügbarkeit angestrebt wurde.

Mit der Wurlitzer 1100 aus dem Jahre 1947 präsentiert das DAM eine Jukebox im Rahmen der Ausstellung, die mit ihrer Form an gotische Kathedralenfenster erinnert. Besonders auffällig an diesem Exponat ist die große Plexiglas-Panorama-Scheibe, die den Blick auf die Abspielvorrichtung und das mit Ornamenten reich verzierte Innere zeigt.

Die Ausstellung „Plexiglas – Werkstoff in Architektur und Design“ ist bis zum 06. Januar 2008 im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe Darmstadt zu sehen. Geöffnet ist die Präsentation in der Wissenschaftsstadt Dienstags bis Sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zur Mathildenhöhe sind im Internet unter www.mathildenhoehe.eu abrufbar. Fragen rund um die Sammlung Gauselmann – Deutsches Automatenmuseum beantwortet die Museumsleiterin Monika Kokoska unter der Telefonnummer 05772 / 49 486. Im Internet ist das DAM unter www.deutsches-automatenmuseum.de präsent.




Die Wurlitzer 1100 aus dem Jahre 1947

Espelkamp, 03/17/2010

Mario Hoffmeister M.A. - Leiter Zentralbereich Kommunikation
05772/ 49-281; Fax: -297 MHoffmeister@gauselmann.de


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