"Ein Glücksfall für Schleswig"

Sonderausstellung "Münz-Zauber - Schätze aus dem Deutschen Automatenmuseum" feierlich eröffnet

Rund 100 Besucher ließen sich im Stadtmuseum Schleswig "verzaubern"


„Wir sind für Überraschungen immer gut und zeigen nicht nur Traditionelles in unserem Museum. Gerade das Ungewöhnliche bietet neue Perspektiven. Deshalb freuen wir uns, zusammen mit der Sammlung Gauselmann - Deutsches Automatenmuseum (DAM) nun eine zauberhafte Ausstellung präsentieren zu können, in der sich alles um die Geschichte der Automation dreht“, erklärte Dr. Holger Rüdel, Direktor des Stadtmuseums Schleswig. Zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt Schleswig, Thorsten Dahl, Robert Hess, Leiter Zentralbereich Kommunikation der Gauselmann AG, und Monika Kokoska, Leiterin des DAM, eröffnete er am 10. Juni die Sonderausstellung „Münzzauber – Schätze aus dem Deutschen Automatenmuseum“ im Stadtmuseum Schleswig, die bis zum 14. November zu sehen sein wird.
Sonderausstellung eröffnet

Rund 100 Besucher, darunter auch die Bürgervorsteherin Annelen Weiß, Helmut Besse, Geschäftsführer Vertrieb der MEXIM GmbH & Co. KG, einem Tochterunternehmen der Gauselmann Gruppe, und zahlreiche Automatenunternehmer des Automaten-Verbandes Schleswig-Holstein e.V. waren zur Ausstellungseröffnung gekommen und ließen sich faszinieren von der Geschichte der Automaten und deren „Münz-Zauber“. In seiner Rede betonte der Museumsdirektor, dass die Sonderausstellung für die Stadt Schleswig ein „Glücksfall“ sei. Auch der Bürgermeister Thorsten Dahl war von der Präsentation begeistert. „Diese Ausstellung ist ein Höhepunkt unseres Jubiläumsprogramms und wird weit über die Grenzen Schleswigs hinaus die Menschen begeistern“, so Thorsten Dahl. Er freute sich über diese einmalige und interessante Ausstellung, die „Einblicke in eines der spannendesten Kapitel der Alltags- und Kulturgeschichte“ werfe.

Die Grüße der Unternehmerfamilie Gauselmann aus dem ostwestfälischen Espelkamp überbrachte Robert Hess. „Wir freuen uns sehr, dass mit dieser Ausstellung nicht nur die Schätze unserer Sammlung gezeigt werden. Vielmehr sind wir stolz, einen kulturellen Beitrag zum Stadtjubiläum zu leisten und die Besucher in die faszinierende Welt der Automation einzuladen. Lassen sie sich verzaubern!“, forderte der Leiter des Zentralbereichs Kommunikation der Gauselmann AG, die Anwesenden auf.

120 Jahre Automatengeschichte

Die Sonderausstellung bietet einen interessanten Überblick über 120 Jahre Automatengeschichte. Mit dem „blauen Dunst“ feierte 1883 die deutsche Automatenindustrie ihre Geburtsstunde, als in Berlin der „selbsttätige Verkaufsapparat für Cigarren“ patentiert wurde, so die Museumsleiterin Monika Kokoska in einer Einführung.

Der „Zauber“ von 60 deutschen und internationalen historischen Münzgeräten weht nun durch die Räume des Stadtmuseums und die verschiedenen Waren-, Geschicklichkeits- und Unterhaltungsautomaten laden die Besucher ein, das Rad der Automatengeschichte zurückzudrehen.

„Stumme Verkäufer“ - Warenautomaten

Die Ausstellung präsentiert im ersten Bereich als eines der ältesten Exponate der Sammlung einen Schokoladenautomaten von Stollwerck. Dieser „legendäre“ Schokoladenautomat wurde 1888 von den in Köln ansässigen Gebrüdern Stollwerck hergestellt und ist als Vertreter der „stummen Verkäufer“ ein Highlight der Ausstellung. Die Reise durch 120 Jahre Automatengeschichte wird fortgesetzt vorbei an phantasie- und liebevoll gestalteten Warenautomaten, die Parfum oder Bücher zum Kauf anboten, einer „Liebes-Waage“, einem Schuhputzautomat aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und an Musikboxen und der „Britannia“, einem Polyphon, das um 1905 in der französischen Schweiz gebaut wurde.
„Das kleine Glück“

„Einarmige Banditen“ aus der guten alten Zeit erinnern in einem zweiten Ausstellungsschwerpunkt an die Sehnsucht nach dem kleinen und großen Glück. Slotmachines begegnen den Besuchern und faszinieren mit ihrem fantasievollen Design. Ob als Fruchtsymbol oder Zahlenkombination – das „kleine Glück“ hatte viele Gesichter.
„Alles Zauberei?“

Sportliche Wettkämpfe wurden in den letzten Jahrzehnten nicht nur vis-á-vis im Kampf ausgetragen. Zahlreiche Unterhaltungsautomaten fordern in der Ausstellung zur simulierten Auseinandersetzung am Automaten auf. „Alles Zauberei? Wo ist die Münze?“ lautete es, als Monika Kokoska während eines Rundganges den „Magic“ vorstellte. Der Zauberautomat aus dem Jahre 1950 lässt eine Münze erst verschwinden und später wieder sichtbar werden und begeisterte die staunenden Gäste.

Modernes Freizeit-Entertainment

Doch wie sieht Freizeit-Entertainment heute aus? Davon können sich die Besucher im vierten Bereich der Ausstellung ein Bild machen. „Zurück in der Gegenwart“ präsentiert das DAM die Welt der heutigen Innovation. Modernste Touchscreengeräte für große und kleine Besucher, Flipper und Kicker sind Zeitzeugen des modernen Entertainments. Hier lädt die Gauselmann Gruppe, Deutschlands Marktführer in der Unterhaltungsautomatenwirtschaft, zum Spiel ein. „In meiner Jugendzeit habe ich gerne geflippert, aber das ist jetzt schon Jahre vorbei“, erinnerte sich Bürgermeister Thorsten Dahl schon morgens während einer Pressekonferenz. Bei einem anschließenden Rundgang ließ es sich der Schleswiger Bürgermeister auch nicht nehmen, sein Glück an den modernen Flippergeräten auf die Probe zu stellen und den einen oder anderen Journalisten am Kicker zum Duell herauszufordern.

Spielen für einen guten Zweck

Der Aktionsbereich der Ausstellung hat aber auch einen wohltätigen Zweck, denn nicht alle Unterhaltungsspielgeräte sind „auf Freispiel“ eingestellt. Der Erlös der Spiele an den beiden Flippern ist für den Verein zur Förderung des Stadtmuseums Schleswig e.V. bestimmt. „Die Ausstellung zeigt, dass das Thema Münzautomat sehr vielschichtig ist und sich nicht nur auf den Bereich Glücksspiel beschränkt“, so der Bürgermeister in seiner Rede. Als Vorsitzender des Kriminalpräventiven Rates hob er hervor, dass es nicht die Gegenstände seien, die Probleme bereiten, sondern die Menschen, die Gegenstände nicht richtig einsetzen. „Der Freizeitwert und der Unterhaltungsfaktor überwiegen. Es macht sehr viel Spaß, Automaten sinnvoll einzusetzen“, so Thorsten Dahl.
Alle Interessierten können sich bis zum 14. November 2004 von den historischen und modernen Automaten dienstags bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr verzaubern lassen. Weitere Informationen über die aktuelle Ausstellung sind im Internet unter www.stadtmuseum-schleswig.de und www.deutsches-automatenmuseum.de oder bei der Museumsleiterin Monika Kokoska unter der Telefonnummer 05772 – 49486 erhältlich.




Dr. Holger Rüdel (1.v.l.), Direktor des Stadtmuseums Schleswig, eröffnete zusammen mit Monika Kokoska (Mitte), Leiterin des DAM, und Thorsten Dahl, Bürgermeister der Stadt Schleswig, die Sonderausstellung "Münz-Zauber - Schätze aus dem Deutschen Automatenmuseum".


Dieses Foto steht in unserem Bildarchiv unter dem Stichwort "Ausstellungseröffnung "Münz-Zauber" zum Download bereit.

Espelkamp, 03/17/2010

Mario Hoffmeister M.A. - Leiter Zentralbereich Kommunikation
05772/ 49-281; Fax: -297 MHoffmeister@gauselmann.de


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