Ein Geburtstagsgeschenk der ganz besonderen Art:

Gauselmann Gruppe gratuliert Espelkamp mit zwei Sonderausstellungen

Stillleben „Brot und Salz“ als Symbol für den Gründungsgedanken der „Stadt der Zuwanderer“ an Bürgermeister Heinrich Vieker überreicht


ESPELKAMP. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums „50 Jahre Stadtrechte“ schenkt die Gauselmann Gruppe ihrer Heimatstadt Espelkamp zwei außergewöhnliche Ausstellungen, die ab sofort bis einschließlich 21. Januar 2010 in den restaurierten Räumlichkeiten der „Alten Gießerei“ an der Beuthener Straße präsentiert werden. Rund 100 Gäste folgten der Einladung der Unternehmerfamilie zur Eröffnung der beiden Sonderausstellungen am 5. November.

Während Armin Gauselmann in seiner Begrüßungsrede zunächst ausführte, wie es zu der Idee, der Stadt Espelkamp, die nicht nur jünger als die Bundesrepublik Deutschland, sondern sogar zwei Jahre jünger als die Unternehmensgruppe sei, mit diesen beiden Ausstellungen - „...der JAHRMARKT kommt!“ und „Landschaften-Stillleben-Porträts“ - zu ihrem 50. Geburtstag zu gratulieren, richtete Paul Gauselmann die Aufmerksamkeit in seiner Laudatio auf den Künstler und persönlichen Weggefährten Werner Ganteföhr.

In diesem Kontext überreichte er Bürgermeister Heinrich Vieker einen „echten Ganteföhr“ als weiteres Geburtstagsgeschenk für die Stadt. Das Stillleben, das Werner Ganteföhr der Stadt Espelkamp, in der er selbst rund vier Jahrzehnte gelebt und gearbeitet hat, trägt den Titel „Brot&Salz“. Diese gemeinhin als nachbarschaftlicher Willkommensgruß verbreitete Geste soll die geschichtliche Vita von der einstigen Siedlung Espelkamp-Mittwald zur „jungen Stadt im Grünen“, die für Generationen von deutschstämmigen Zuwanderern zu einer neuen Heimat geworden ist.


(v.l.n.r.) Werner Ganteföhr, Paul Gauselmann, Heinrich Vieker und Armin Gauselmann bei der Bildübergabe.

Im Anschluss an diesen offiziellen Teil nutzten die Gäste die Möglichkeit zu geführten Rundgängen durch die beiden Ausstellungen.





Ausstellung der Sammlung Gauselmann
„....der JAHRMARKT kommt!“

Der Ursprung des traditionellen Jahrmarktes geht weit bis ins Mittelalter zurück. Nicht selten stellten Jahrmärkte einen wichtigen Höhepunkt in Verbindung mit kirchlichen Festen dar, aber auch die Verleihung von Stadtrechten durch Kaiser, König oder Landesherr war zu jener Zeit ein willkommener Anlass für derlei vergnügliche Veranstaltungen.
Insgesamt präsentiert die Sammlung Gauselmann in der Sonderausstellung „...der Jahrmarkt kommt!“ 95 historische Jahrmarktsautomaten aus der Zeit von 1893 bis 1960, die in acht verschiedenen Themenwelten in Szene gesetzt wurden.

Eine besondere Rarität und gleichzeitig ältestes Exponat der Sonderausstellung ist der Kraftmesser „Elefant“, der einst dem Maharadscha von Mysore gehörte. Durch die Vermittlung eines indischen Händlers gelangte das außergewöhnliche Exponat zunächst nach Paris in die Sammlung Baudot. Der 1892 in Leipzig patentierte Kraftmesser fand nach dem Erwerb der französischen Sammlung durch die Familie Gauselmann schließlich den Weg zurück nach Deutschland.
Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist die Decap-Orgel „Hallensia“ aus dem Jahr 1927, die den unverwechselbaren Klang des bunten Jahrmarkttreibens gelungen repräsentiert.

Spiel und Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz...




Ausstellung Werner Ganteföhr
Werke aus 30 Jahren
Landschaften – Stillleben - Porträts

Die Kunst-Ausstellung „Landschaften – Stillleben – Porträts“ widmet sich mit mehr als 100 Bildern dem künstlerischen Schaffen von Werner Ganteföhr, der rund vier Jahrzehnte lang in Espelkamp als Künstler, Grafiker und darüber hinaus auch als Lehrer am Gymnasium tätig war.
1963 beauftragte ihn der damalige Jungunternehmer Paul Gauselmann damit, für eine aus Amerika importierte Musikbox ein neues Etikett zu entwerfen. Daraus entstand eine langjährige Partnerschaft und Freundschaft. Werner Ganteföhr war es auch, der 1976 die „lachende Merkur Sonne“ – Deutschlands beliebtestes Spiel- und Glückssymbol – entwarf. Die vielfältige Retrospektive, die nunmehr in der „Alten Gießerei“ gezeigt wird, bietet einen faszinierenden Querschnitt durch das über 30-jährige Schaffen des studierten Gebrauchsgrafikers.


Signierstunde mit Werner Ganteföhr.

Öffnungszeiten und Führungen
Jeweils dienstags, samstags und sonntags in der Zeit von 10 bis 18 Uhr, darüber hinaus auch donnerstags von 12 bis 20 Uhr sind Besichtigungen der beiden Ausstellungen in der „Alten Gießerei“ möglich. Der Eintritt ist frei.

Termine für ebenfalls kostenlose Führungen, sowohl durch die Ausstellung „...der Jahrmarkt kommt!“ als auch durch die „Ganteföhr-Ausstellung“ können unter
(05772) 49-484 vereinbart werden. Weitere Informationen auch unter
www.sammlung-gauselmann.de.


Die „Alte Gießerei“
Nicht zum ersten Mal hat die Sammlung Gauselmann für eine Sonderausstellung in Espelkamp die Räume des Museums bzw. der Unternehmenszentrale verlassen, um sich in dem restaurierten Gebäudekomplex „Alte Gießerei“ zu präsentieren. Auch diese einstige Industriehalle, die 1943/45 als Kesselhaus auf dem Gelände der Munitionsanstalt (MUNA) gebaut worden war, und ab 1950/51 bis 1990 als Gießerei genutzt wurde, repräsentiert wie kaum ein anderes historisches Objekt die Entstehungsgeschichte der Gemeinde Espelkamp-Mittwald. 1996 erwarb die Gauselmann Gruppe das umliegende Gelände samt Gebäuden und entschied sich im September 2006 für den Erhalt und die Sanierung der „Alten Gießerei“.


Espelkamp, 03/17/2010

Mario Hoffmeister M.A. - Leiter Zentralbereich Kommunikation
05772/ 49-281; Fax: -297 MHoffmeister@gauselmann.de


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