Doppeltes Jubiläum in der Sammlung Gauselmann - Deutsches Automatenmuseum

Armin Gauselmann: "Firmenmuseen sind die ideale Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Kultur!"

1.180 Exponate der Sammlung repräsentieren den ungeahnten Erfindungsreichtum und die Faszination vergangener Tage


Espelkamp. „Firmenmuseen bilden eine ideale Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Kultur. Dies gilt insbesondere für unsere Einrichtung, die heute auf zwei Jubiläen blicken kann: Seit 20 Jahren werden historische Münzautomaten gesammelt und seit 10 Jahren gibt es eine Dauerpräsentation hier in der Unternehmenszentrale“, sagte Armin Gauselmann, Vorstandsmitglied der Gauselmann AG, bei der Eröffnung einer Sonderpräsentation anlässlich des doppelten Jubiläums. „Dieses Museum zeigt ein Kapitel deutscher Kulturgeschichte und wir sind sehr stolz darauf, dass wir hier in Ostwestfalen einen einzigartigen Überblick über einen Aspekt der Wirtschafts- und Sozialgeschichte geben können. Unser Museum versteht sich als Botschafter eines zwar kleinen, aber äußerst innovativen Wirtschaftszweiges“, führte er als Verantwortlicher im Namen der Unternehmerfamilie für die Sammlung Gauselmann - Deutsches Automatenmuseum (DAM) weiter aus.

Gäste aus Politik und Wirtschaft

An der Seite seines Bruders und Museumsgründers Michael Gauselmann und der Museumsleiterin Monika Kokoska drehten knapp 100 Gäste gemeinsam das Rad der Museumsgeschichte zurück. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen der stellvertretende Landrat Alfred Raschke, zahlreiche Kommunalpolitiker, Christel Senkel (stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Espelkamp), die stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Lübbecke Burghard Grote, Rolf-Wilhelm Tiemeyer und Karl-Friedrich Rahe sowie Uwe Lücker, Vizepräsident des Bundesverbandes Automatenunternehmer, und Gäste aus Dänemark und Süddeutschland waren zur Eröffnung der Sonderpräsentation gekommen und gratulierten zum besonderen Jubiläum.

Das Geheimnis der historischen Automaten ist ihre Faszination

20 Jahre Sammlung Gauselmann – 10 Jahre Dauerpräsentation: Monika Kokoska stellte sich bei der Eröffnung die Frage, was eigentlich das Erfolgsgeheimnis des Museums sei. „Es ist die Faszination, die von den nostalgischen Automaten ausgeht und die immer wieder die Besucher anlockt und begeistert“, so die Museumsleiterin, die vor zehn Jahren die Leitung des Museums von der damaligen Kulturreferentin Birgit Friederike Haberbosch übernahm.

Was 1985 mit der amerikanischen Musikbox AMI B aus dem Jahre 1948 als Hobby begann, das wurde bei Michael Gauselmann schnell Leidenschaft. Der Vorstandssprecher der Gauselmann AG blickte auf die Jahre zurück, in denen er begann, die ersten Automaten auf Auktionen zu erwerben und so den Grundstein für die heutige Sammlung Gauselmann legte, die gegenwärtig mit 1.180 Exponaten zu den größten Sammlungen deutscher und internationaler historischer Münzautomaten zählt.

In einer launigen Rede erinnerte sich Michael Gauselmann an viele amüsante Erlebnisse rund um die Sammlung Gauselmann. „Als die Sammlung aufgebaut wurde und wir auf der Suche nach den schönsten Münzautomaten waren, rief mich Frau Haberbosch manchmal sogar nachts an, um ein OK für den Kauf eines außergewöhnlichen Exponates zu erhalten.“ Auch auf Familientreffen drehte sich alles immer wieder um historische Automaten und je tiefer die Geschichte erforscht wurde, umso mehr Zusammenhänge wurden selbst im engsten Familienkreis entdeckt. Schließlich, so Michael Gauselmann weiter, hieß schon der legendäre Schokoladenautomat der Gebrüder Stollwerck aus dem Jahre 1988 „Merkur“.
Botschafter für die Branche

Angesteckt hat die Faszination für „alte Schätzchen“ von Anfang an auch Armin Gauselmann, der seit 1999 für die positive Entwicklung dieser einzigartigen Sammlung und deren Aktivitäten die Verantwortung trägt. Armin und Michael Gauselmann unterstrichen die wichtige Funktion der Sammlung als Botschafter für die deutsche Automatenwirtschaft. Wichtig sei es aber auch, so betonte Armin Gauselmann, dass die Geschichte dieses Wirtschaftszweiges nicht nur in Espelkamp gezeigt werde, sondern dass sie auch dorthin getragen werde, wo die Menschen leben, um die Geschichte der Automaten kennen zu lernen und zu verstehen. „Inzwischen blicken wir auf rund 170 Ausstellungen in wichtigen kulturellen Einrichtungen und in Kooperation mit bedeutenden Museen zurück“, führte Armin Gauselmann weiter aus und dankte der heutigen Museumsleiterin Monika Kokoska und ihrer Vorgängerin Birgit Friedrike Haberbosch, Heike Bohbrink und dem Team der Museumswerkstatt mit Günter Maler, Josef Herb und Matthias Diekmann für ihr Engagement und ihre hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Sonderpräsentation

Und dass Automaten nicht nur im Alltag ihren Dienst erfüllen, wie z.B. Park- oder Fahrscheinautomaten, sondern auch Spiel, Spaß und Glück bringen können, davon konnten sich die Gäste einen kleinen Einblick in der Sonderpräsentation verschaffen. Vor allem bei der Darbietung eines Melodienpotpourris aus der „Lustigen Witwe“ am Klavier „Pianola Piano“, das bereits 1906 Kaiser Wilhelm begeisterte, staunten die Besucher, als der Pianist - dank eines pneumatischen Klaviers - gemütlich ein Bier trinken konnte, ohne dass die Melodie verstummte.

Informationen zum DAM beantwortet Monika Kokoska unter der Telefonnummer 05772 – 49 486 oder sind im Internet unter www.deutsches-automatenmuseum.de abrufbar.




Armin und Michael Gauselmann bedankten
sich bei Monika Kokoska und ihrer Vorgängerin
Birgit Friederike Haberbosch und stellvertretend
für das gesamte Museumsteam bei Heike Bohbrink.




Armin und Michael Gauselmann präsentieren
eines der besonderen Exponate des DAM,
die Decap Roboter Band.

Espelkamp, 03/17/2010

Mario Hoffmeister M.A. - Leiter Zentralbereich Kommunikation
05772/ 49-281; Fax: -297 MHoffmeister@gauselmann.de


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